Versöhnlicher Saisonabschluss beim Rhein-Energie Köln Marathon

5 Wochen nach meinem etwas unglücklichem Rennen beim Cologne226, habe ich nun doch noch einen zufriedenstellenden Saisonabschluss hinbekommen. Nachdem ich mich eigentlich schon in meinem Off-Season-Modus befand, kam mir zwei Wochen nach dem Cologne226 noch einmal der Gedanke, vielleicht mal wieder einen reinen Marathon zu laufen, da ich bereits wieder gut erholt und hoch motiviert war. Der letzt reine Marathon war schon mehr als 8 Jahre her und meine Marathon Bestzeit stand mit 2:58h beim Ironman in Klagenfurt. Als sich dann noch mein Trainer und Trainingspartner Sebastian Zeller ebenfalls dazu entschlossen hatte beim Köln Marathon sein Saisonfinale zu feiern, haben wir uns dann noch einmal 2 Wochen intensiv auf den Wettkampf vorbereitet.

Obwohl ich ja jemand bin der gerne viel trainert und in den letzten Jahren immer ein bis zwei Marathons im Rahmen der Langdistanz absolviert hat, war das Training doch eine enorme Umstellung. Vom Zeitaufwand muss ich sagen, hatte ich fast jeden Abend ein schlechtes Gewissen, wenn man nur 1,5-2h am Tag trainiert hat. Die Umfänge zum Wochenende passten aber. In den 2 Wochen bin ich dann noch einmal rund 245km gelaufen, aber halt schneller als gewohnt. Und genau dieses ungewohnte Tempo hat mich wirklich etwas verunsichert, was meine angestrebte Zielzeit anging. Das hatte diesmal wirklich nichts mit Understatement zu tun, sondern einfach nur am Respekt und der Unerfahrenheit. Mein Ziel lag somit bei 2:45h, was einen Schnitt von ca. 3:55 bedeutete.

Und dann war es mal wieder so weit. Ich hatte mir wirklich fest vorgenommen zu Beginn nicht zu überpacen, um nicht den 2. Horromarathon innerhalb von 5 Wochen zu erleben. Dann viel bei fast perfekten Bedingungen und einer tollen Atmosphere der Startschuss und die ganzen Vorsätze waren bereits nach 2k über den Haufen geworfen. Obwohl ich mich gebremst habe, ging es die erstem Kilometer mit einem 3:43 Schnitt los. Es wird wohl keinen wundern, wenn ich sage, dass es sich locker angefühlt hat ;)

Der Nachteil an Köln ist aber definitiv, dass man in diesen Bereichen sehr einsam unterwegs ist, mal abgesehen von den zahlreichen Zuschauern. Mit Ausnahme von Km 13 bis 21 war ich das komplette Rennen als Zugpferd für diverse Frauen eingespannt oder komplett alleine unterwegs. 1oKm wurden mit 37:28 und der Halbmarathon mit 1:18:37 passiert. Ab der 22k Marke wurde es dann auch ernst. Obwohl der Schritt nicht mehr ganz so locker war, passte das Tempo. Ich denke, hier kommen die Vorteile eines Triathleten speziell Langdistanzlers zur Geltung, wenn viel über die Kraft kompensiert werden kann. Bei KM 35 war ich mir dann so langsam sicher, dass ich die 2:40 doch unterbieten könnte, da alles den Umständen entsprechend gut lief.

ABER, es kam natürlich wieder mal alles anders. Eine kleine Senke bei 37,5k hat gereicht, um mir übelste Krämpfe in die Beine zu jagen. Zum Glück gingen die letzten Kilometer direkt durch die Innenstadt an vielen Freunden und Bekannten vorbei, so dass der ganz große Einbruch ausblieb. Aber die Sub 2:40 waren futsch, womit ich aber (fast) problemlos klar komme. Am Ende stand ein 30. Platz in 2:41:08. Mit einer optimalen Renneinteilung wären in Köln die 2:39 drin gewesen, aber mehr definitiv auch nicht. Auf Grund der Vorbereitung bin ich aber wirklich zufrieden und kann jetzt mit einem psoitiven Gefühl in den Winter gehen.

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