6. Platz beim CTW226

So, es war mal wieder lange ruhig auf meiner HP. Wie ihr ja bereits trotzdem gelesen habt, fing meine Saison etwas holperig an, kam aber immer besser in Schwung. Sprich auch in der Saison 2012 habe ich es geschafft mich weiter zu entwickeln und nicht zu stagnieren. Einem großem Dank gilt dabei u. a. meinem neuen Trainer Sebastian Zeller. Er hat es geschafft mich mal aus meinem Trott und Winterschlaf zu holen und neue Reize zu setzen, die mir sehr gut getan haben!!!

Am Wochenende war mein großes Saisonhighlight und zugleich Saisonfinale bei der Kölner Langdistanz. Obwohl ich eher als Tiefstapler zu bezeichnen bin war ich selten so heiß auf einen Rennen, wie auf dieses. Ich fühlte mich auf den Tag 100%ig vorbereitet und richtig richtig fit. Wer schon einmal eine Langdistanz bestritten hat weiß, dass das nicht immer so ist ;)

Um 7 Uhr ging es bei Sonnenaufgang und 10°C los. 1,9k die Kölner Regatterbahn hoch und wieder zurück. Das Schwimmen war relativ locker. Auf dem Rückweg habe ich mich aus meiner 3-köpfigen Gruppe etwas abgesetzt und stieg nach 54min als zweiter aus dem Profifeld aus dem Wasser und auf mein Rad. Führender war zu dem Zeitpunkt der Tscheche Tomas Mika, der diese auch bis zum Lauf knapp verteidigen sollte.

Das Wetter war wieder einmal super. Auch wenn die erste Stunde noch etwas frisch war und es etwas Wind gab, waren die Bedingungen nahezu perfekt. Die ersten 60k war ich dann schön alleine unterwegs, bevor mich die 3-köpfige Gruppe mit Christian Nitschke, Till Schramm und Carsten Nooregaard einholte. Da habe ich mich dann auch brav mit einsortiert und zu viert ging es weiter in permanenter Begleitung der Marshalls. Ich empfand das Tempo wirklich nicht als sehr hoch und wenn ab und zu Nitschke mal aus der Führung ging, war es noch deutlich lockerer. Bei Km 150 ist es dann leider passiert. Aus dem Nichts ein Pfiff und eine Zeitstrafe für mich. Warum? Ich kann es wirklich nicht beantworten. Selbst mit etwas Abstand kann ich nicht sagen, was ich anders als auf den vorherigen 90 gemeinsamen Km gemacht habe. Auch wenn ich mir immer wieder eingeredet habe, dass noch alles drin ist, wusste ich, dass mir dieser unfähige Marshall den Tag versaut hatte!!! Und zu der Aussage stehe ich. Ich habe im Vorfeld nicht eine Verwarnung erhalten, im Gegensatz zu anderen Mitstreitern, die angeblich drei Mal verwarnt worden sind und mehr nach hinten als nach vorne geschaut haben. Ich muss mich da wirklich immer noch zusammenreißen, um meinen Mac gerade nicht vor die Wand zu hämmern.

Als dann auch noch Nooregaard von dem gleichen Marshall aus dem Nichts eine Zeitstrafe bekommen hat (ich konnte mir die Aktion von hinten anschauen und es war eine weitere “angekündigte” ungerechtfertigte Strafe), war mir alles klar, was das für ein Typ war. Um das leidige Thema jetzt zu beenden: SHAME ON YOU, MISTER!!!! BAD JOB!!!!

Nach einer Radzeit von 4:42 ging es dann vom Rad direkt in die Penalty Box. Minuten die zu Stunden wurden. Trotzdem wollte ich alles mir mögliche tun, um noch in die Top3 zu kommen. Das bedeutete für mich hohes Risiko beim Lauf, da die drei Führenden erfahrungsgemäß nicht die langsamsten auf der Marathonstrecke waren. Als ich dann endlich los durfte, zeigte meine Garmin permanent einen Schnitt von 3:50-55 an, so dass ich auf 7k bereits fast 2 min aufgeholt hatte. Naja, aber dann kam es natürlich so wie es kommen musste. Bei Km 14 wurde es schon härter bevor ich bei Km 21 richtig hochgegangen bin. Ich hatte übelste Krämpfe und musste immer wieder Gehpausen einlegen. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich dann doch noch das Ziel erreicht habe. Da hat sich der Heimvorteil wirklich bezahlt gemacht. Nach 9:08 ging es dann als 6. über die Ziellinie.

Auch wenn ich meinen persönlichen Ziele nicht erreichen konnte war es doch nach 2 jähriger Abstinenz wieder ein riesen Erlebnis eine Langdistanz vor der heimischen Kulisse zu bestreiten. Vielen Dank auch noch an den Veranstalter Uwe Jeschke, Helfer,… die das alles ermöglichen. So langsam dreht sich meine Wut auch in eine Trotzreaktion und Fakt ist, dass ich mit dem Rennen noch eine Rechnung auf habe.

In diesem Sinne wünsche ich allen Triathleten erstmal eine angenehme Off-Season, bevor es schon bald wieder rund geht.

POWER ON

 

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