Endlich hat die Saison begonnen

Wenn gute Ergebnisse erzielt werden, fällt es einem doch deutlich leichter, darüber zu berichten, als wenn es fast nur um Ausreden und Gründe geht. Nachdem ich in Buschhütten und dem Teamsprint in Gladbeck einen bescheidenen Saisonauftakt hatte, lief es in Bonn endlich mal einigermaßen gut. Doch auch dieser WK stand zu Beginn unter keinem ganz so guten Stern. Eine Woche zuvor bin ich leicht kränkeln in Herscheid bei einem Ligarennen eingesprungen, wo wir mit der Mannschaft den ersten Platz belegen konnten. Auch wenn ich versucht habe mich etwas zurück zu halten, was einem bei einem WK ja nicht ganz so leicht fällt, hat es doch dafür gereicht, dass ich letzten Sonntag und Montag komplett fach gelegen habe. Das gab es auch schon lange nicht mehr. Die letzte Vorbereitung für Bonn lief anfangs dann auch noch eher holprig. Erst ab Freitag fühlte ich mich gut und hatte richtig Lust auf den WK.

Der Bonn Triathlon war wie immer ein Erlebnis. 4k Schwimmen im Rhein, 60k durch das Siebengebierge und 15k zu Fuß. Gestartet wurde wie immer von einer Fähre. Von dort aus ging es direkt in die Strömung des Rhein. Hier hatte ich mir diesmal vorgenommen etwas kleverer zu Schwimmen und habe mir im Vorfeld schon meine Gruppe ausgesucht. Und das habe ich auch endlich mal gut hinbekommen. Allerdings habe ich es wieder nicht geschafft an DEM Brückenpfeiler aus dem vergangenen Jahr kontaktlos vorbei zu kommen. Auch wenn ich diesmal nicht ganz so eingeschlagen bin, musste ich mich wieder ordentlich von ihm abdrücken.

Mit einer kleinen Gruppe ging es dann zusammen auf das Rad. Leider hat sich diese bereits am frühen ersten Anstieg aufgelöst. Erfreulicherweise war es aber diesmal so, dass die anderen weggeplatzt sind und nicht ich. Die Radstrecke ist wirklich ein Highlight. Ziemlich anspruchsvoll aber sehr schön. Hier hat es sich auf jeden ausbezahlt, dass ich am Donnerstag die Strecke noch einmal mit Nicki Bock abgefahren bin und mir speziell die Abfahrten eingeprägt habe. Nach gut 35k hat sich dann doch wieder eine kleine Gruppe formiert. Auch wenn wir sehr fair gefahren sind, war doch deutlich spürbar, dass wir an Tempo zulegen konnten. Ich habe versucht meinen Teil dazu bei zu tragen und habe immer wieder das Tempo forciert. Auch wenn es mich einiges an Körner gekostet hat, war ich mir doch sicher, einer der schnelleren Läufer in der Gruppe zu sein.

Und ich sollte Recht behalten. In der 2. Wechselzone habe ich direkt Gas geben und konnte als 13. der Gesamtwertung sehr schnell einen großen Abstand zu meinen Verfolgern hinlegen. Trotzdem habe ich direkt gespürt, dass die Beine nicht so ganz locker wie gewohnt waren. Ich konnte mich zwar schnell auf den 11. Platz vorarbeiten, aber mehr ließen die Beine dann auch nicht mehr zu. Auf den letzten 2,5k der Wendepunktstrecke habe ich dann etwas rausgenommen und die Platzierung gehlaten, da in den nächsten beiden Wochen noch Indeland und Green Hell anstehen und nach vorn nichts mehr ging.

Glückwunsch an die Top 3 Oli Strankmann, Faris Al Sultan und Nicki Bock. Und auch einen riesen Glückwunsch an unsere ProAtheltes Mädels Beate Görtz, Anke Schmitz-Elvenich und Imke Oelerich auf den Plätzen 1, 6 und 9.

Auch wenn ich die angestrebten Top10 nicht ganz erreichen konnte, bin ich doch zufrieden mit meiner Leistung. Mehr war an dem Tag nicht drin und bei dem Teilnehmerfeld ist die Platzierung schon ganz OK. Jetzt werde ich mich noch etwas erholen und schon bald auf den nächsten WK vorbereiten.

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