„Geht” oder besser „läuft doch”!!!

Ich muss sagen, dass ich mit meinem Saisonverlauf absolut zu frieden bin. Bei dem Ironman in Zürich habe ich das erste Mal eine Langdistanz ordentlich durchgezogen, ohne, wie so oft, auf den letzten 10 bis 15 km einzubrechen. Einziger Wehrmutstropfen war jedoch die verpasste Hawaii-Quali. Wobei ich sagen muss, dass das bei 9:06 Stunden auf so einem Kurs mehr als ärgerlich war. Aber so ist der Sport und gerade dieses Unkalkulierbare macht ihn ja auch schließlich so interessant.

So kam es dann doch, dass ich als Saisonfinale für den Cologne226 entschieden habe. Als Heimspiel und mit neuem Streckenverlauf, war es für mich von besonderer Bedeutung mich gut zu verkaufen. Trotzdem hatte ich vor dem Saisonfinale noch ein heftiges Programm zu absolvieren. Drei Wochen vor Köln die westdeutsche Meisterschaften auf der Mitteldistanz in Hückeswagen. Obwohl hier nicht wirklich rund für mich lief, konnte ich doch den vierten Platz belegen. Dann kam zwei Wochen vorher eine olympische Distanz am Möhnesee, wo ich ganz schön einen verpasst bekommen habe und wieder „nur“ den vierte Platz belegt habe. Schließlich stand noch eine Sprintdistanz am Hennesee auf dem Programm, wo ich unbedingt meinen Titel verteidigen wollte und es auch geschafft habe. Das war nochmal sehr wichtig für den Kopf. Jedoch hatte ich ein paar Zweifel, zu viele Körner die letzten Wochen gelassen zu haben. Und die Tage vor Köln verhießen nichts Gutes. Trotzdem lief am Tag X alles wunderbar. Nicht optimal, da ich einige kleinere „Wehwehchen“ hatte, aber ich war absolut zufrieden.

Am Meisten hat es mich natürlich gefreut, von meinen Eltern und vielen Freunden unterstützt, erstmals die neun Stunden Marke zu knacken. Bei null beginnend und nach sechs Jahren harten und sehr disziplinierten Training habe ich endlich ein großes Zwischenziel erreicht. Nach 8:57 erreichte ich als siebter der Gesamtwertung und dritter bei den NRW-Meisterschaften das Ziel.

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